Reise ins Unbekannte
"Fliegen Sie vorsichtig", sagte der Mann am Münchner Flughafen zu mir. Er war gerade dabei, eine goldene Folie über weiß-blaue Bierkrüge, Mini-Frauenkirchen und T-Shirts mit dem Kinikonterfei zu hängen, um die Touristen in ihrer Reisehektik mit besinnlicher Weihnachtszeit zu überschütten.
Mir war es weihnachtlich und bange. Ich war gerade dabei, mich auf eine Entdeckungsreise einzulassen. Meine Reisebegleiter: ein Rucksack, ein "lonely planet" und viele gute Ratschläge, wie der, dass ich mich auf den Boden werfen soll, wenn geschossen wird. Das musste ich mich zum Glück nicht.
Es geschah etwas anderes, was dazu führte, dass ich nach der Rückkehr meiner Reise mit 40 Jahren meine Koffer packte, um meine Heimat auf ungewisse Zeit zu verlassen. Ich ließ mich auf das Abenteuer Brasilien ein.
Ohne zu wissen, wo ich leben, was ich arbeiten werde und wie es weiter geht, kam ich in diesem riesigen Land an. Seit dem sind drei Jahre vergangen. Drei Jahre, in denen ich das Land, die Kultur zu erkunden versucht habe, drei Jahre, in denen ich Geschichten über das Leben in dieser mir immer noch oft fremden Welt gesammelt habe. Sie spiegeln die Kultur, den Alltag und die Vielfalt des Landes wieder, erzählen von meinen ersten Schritten in einer westlichen und mir dennoch teils unbekannten Kultur, meinen Erfahrungen als Fremde und den Entdeckungen von Gemeinsamkeiten, wie ich mich langsam an den neuen Jahresrhythmus mit Weihnachten im Sommer gewöhne und lerne, das Brauchtum aus der Heimat mit neuen Augen zu sehen.
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Bitte etwas Geduld Das Geschichten-Archiv wird gerade überarbeitet. Ich hoffe aber, dass ich Ihnen hier bald Geschichten aus Brasilien und meinem Leben in diesem Land präsentieren kann. Gabriela
Bergmaier Lopes |